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Presse

Pressemitteilung

Envio AG: Auswirkungen der Schadstoff-Konzentrationen in Dortmund / Unternehmensverbund nicht im Bestand gefährdet

Dienstag, 01.06.10

Dortmund, 1. Juni 2010: Die Envio AG, ein international tätiger Full-Service-Anbieter im Bereich Umweltdienstleistungen und Recycling, nimmt hiermit Stellung zu den möglichen Auswirkungen der Schadstoff-Konzentrationen am Standort Dortmund.

Wie bereits am 20. Mai dieses Jahres mitgeteilt, hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Ende April Proben am Dortmunder Standort der Unternehmensgruppe genommen, die erhöhte Werte an Polychlorierten Biphenylen, Dioxinen und Furanen aufwiesen.

Wie sich zwischenzeitlich gezeigt hat, haben die Kehrproben des Landesamtes auch auf dem Gelände von drei anderen Firmen auffällige PCB-Werte ergeben; von den drei Firmen, wurden zwei nicht von Envio beliefert. Die Bezirksregierung Arnsberg, die das Prüfergebnis am 28. Mai 2010 veröffentlichte, zieht daraus den Schluss, dass es neben dem Betriebsgelände von Envio noch weitere Bereiche im Hafengebiet gebe, die für die PCB-Belastung verantwortlich sein könnten. Die Envio AG hat zu der Meldung der Bezirksregierung bereits Stellung genommen und deutlich gemacht, wie notwendig eine umfassende, sorgfältige und objektive Aufklärung der Vorgänge sei. Envio werde dabei mit den zuständigen Stellen weiter eng zusammenarbeiten. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine eigene Untersuchung durch einen unabhängigen Gutachter veranlasst.

Aufgrund der Tatsache, dass die Unternehmensgruppe ihr Betriebsgelände zwischenzeitlich nahezu vollständig hat reinigen lassen und gemeinsam mit einem von der Aufsichtsbehörde empfohlenen Sachverständigen nach einer möglichen Quelle für die Schadstoff-Konzentrationen sucht, ergeben sich durch die damit verbundene temporäre Betriebsunterbrechung am Standort Dortmund für die Unternehmensgruppe verschiedene Auswirkungen:

Die Envio AG geht nach den ersten Untersuchungen davon aus, dass die Belastungen auf dem Betriebsgelände in Dortmund (sofern sie durch den eigenen Betrieb hervorgerufen wurden) grundsätzlich nur temporär aufgetreten sind und daher kurzfristig abgestellt werden können. Dafür ist es erforderlich, dass der Sachverständige die mögliche Fehlerquelle identifiziert und anschließend Maßnahmen festlegt, über welche weiterhin ein operativer Geschäftsbetrieb deutlich unterhalb der betrieblich genehmigten Emissionswerte sichergestellt werden kann.

Der Vorstand ist diesbezüglich zuversichtlich, dass der Sachverständige spätestens bis Ende Juni ein entsprechendes Gutachten vorlegen wird. Anschließend sind alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um eine entsprechende mögliche Fehlerquelle dauerhaft abzustellen. Da noch nicht beurteilt werden kann, wie viel Zeit diese Maßnahmen in Anspruch nehmen werden, rüstet sich die Unternehmensgruppe darauf, dass der operative Betrieb in Dortmund mehrere Wochen oder sogar einige Monate ruhen wird. Aus dieser Betrachtungsweise ergeben sich für die weitere Zukunft der Unternehmensgruppe jedoch keine Bestandsgefährdungen. Einerseits arbeitet die Operation in Korea weiterhin planmäßig. Andererseits kann die Unternehmensgruppe auf Liquiditätsreserven zurückgreifen, so dass keine Liquiditätslücke über einen längeren Zeitraum entstehen sollte.

Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen durch den Vorstand kann jedoch erst erfolgen, sobald die mögliche Fehlerquelle auf dem Betriebsgelände gefunden und ein entsprechendes Lösungskonzept umgesetzt werden kann. Sobald diesbezüglich neue Erkenntnisse vorliegen, wird sich die Envio AG umgehend an die Öffentlichkeit wenden, um das weitere Vorgehen zu erläutern.

Über die Envio AG:
Die Envio AG ist ein Full-Service-Anbieter im Bereich Umweltdienstleistungen. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Dekontaminierung, Verwertung und Entsorgung PCB-haltiger Transformatoren. Auf diesem Gebiet zählt die Envio AG - 2004 im Rahmen eines Management-Buy-Out aus dem ABB-Konzern entstanden - zu den führenden Anbietern weltweit. Ein zentraler Wettbewerbsvorteil des Unternehmens ist die Schlüsseltechnologie LTR² (Low-Temperature Rinsing), welche zu den sichersten und umweltfreundlichsten Verfahren zur Dekontaminierung belasteter Transformatoren zählt. Neben der PCB-Entsorgung ist die Envio AG auch in der Verwertung schadstofffreier Transformatoren tätig. Ein weiteres und besonders zukunftsweisendes Geschäftsfeld der Envio AG ist der Bau und Vertrieb von Biogasanlagen. Es handelt sich hierbei um spezielle Verwertungsanlagen für organische Abfälle sowie Anlagen für den gesamten landwirtschaftlichen Bereich. Das Portfolio umfasst darüber hinaus Kompakt-Biogasanlagen, Gärrestaufbereitung sowie Biogasaufbereitung auf Erdgasqualität mittels Membrantechnologie.



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